Lebendiger Adventskalender Vinnhorst

„Besinnliches und Lustiges” war das Motto des, vom Werkstatt-Treff Mecklenheide e. V. ausgerichteten lebendigen Adventskalenders am Mittwoch, 9.12.2010, in seinem „Trödellädchen”, Schulenburger Landstraße 193, 30165 Hannover.



Raum für den Inhalt von class "clearfloat"

In den festlich geschmückten Schaufenstern des gemütlichen kleinen Ladens wurde die Veranstaltung angekündigt. Schneeflocken und herabhängende Eiszapfen sowie ein Schlitten mit zwei lustigen Pinguinen, silberne Weihnachtskugeln und Kunstschnee erstrahlten hier im weihnachtlichen Lichterglanz.

Behagliche Vorlese-Atmosphäre erwartete die Gäste die sich ab 16 Uhr einfanden. Bei Weihnachtsgebäck aus der eigenen Kantine und Glühpunsch, Kaffee und Tee konnte die Veranstaltung beginnen.

Das Rahmenprogramm bildeten von zwei Mitarbeiterinnen, Elke K. und Kirstin C., im Wechsel vorgetragene besinnliche und heitere Weihnachtsgeschichten und Gedichte:
Das Weihnachtslied” von Theodor Storm, welches die Stimmung dieser Festtage klassisch umschreibt wurde von einer lustigen Geschichte „Hilfe! Die Herdmanns kommen!” von der Amerikanerin Barbara Robinson abgelöst. Die Geschichte erzählt von den sechs mageren und dünnhaarigen Herdmann-Kindern, die sich auf ein Krippenspiel in der amerikanischen Sonntagsschule einlassen. Niemand traut es diesen missratenen und unflätigen Kindern zu, dass sie die Weihnachtsbotschaft auch nur im Ansatz adäquat herüberbringen könnten. Mit vielen Pleiten, Pech und Pannen bei den Proben kommt es schließlich zur Aufführung in der Kirche. Die, von der Geschichte der Umstände um Jesu Geburt, ergriffenen Kinder übertragen die Handlung in ihre Zeit und liefern so eine authentische Version. Unterstützt durch ihr ärmliches Äußeres und ihre ungebremste Emotionalität wird die Geschichte wieder lebendig und schließlich zur Erfolgsaufführung.



Raum für den Inhalt von class "clearfloat"

 

 

Der „Bratapfel” von Emily und Fritz Kögel und zählt eher zu den lustig gereimten Gedichten rund um einen Bratapfel.

In der konnte man sich kennen lernen und angeregt unterhalten.

Weiter ging es mit „Huckys (un)weihnachtliche Gedanken”, von Christine Bienert in der das weihnachtliche geschäftige Treiben seiner Besitzerfamilie aus der Perspektive des Dackels Hucky betrachtet wird. Zum Schluss wurde „Knecht Ruprecht” von Theodor Storm vorgetragen.

Der Besucher Peter Kewitsch von der Kulturgemeinschaft Vinnhorst wurde spontan gebeten auch eine Weihnachtsgeschichte von seinen vielen Reisen zum Besten zu geben. Er willigte ein und holte fix seine Aufzeichnungen. Dies erwies sich als wahrer Glücksfall, denn so erschien das bevorstehende Weihnachtsfest noch einmal in einem gänzlich anderen Licht.

Aus seiner Sammlung verschiedener Weihnachten in der ganzen Welt, las er eine in Australien lokalisierte Begebenheit vor. In dem warmen Land sollte weihnachtliche Stimmung mittels eines aus riesengroßen Stahlträgern gefertigten baumähnlichen Gebildes aufkommen. Als sich scheinbar niemand so recht vorstellen konnte, wie man hieran die Tannennadeln darstellen könnte, kam ein schlauer Kopf auf eine sehr innovative Lösung. Eine ganze Fabriklieferung Klobürsten wurde an den einzelnen „Zweigen” installiert. Mit grüner Farbe besprüht kam man mit etwas Phantasie so dem Original recht nahe.


Da Peter Kewitsch die Gabe hat in seinen Erzählungen Spannung aufzubauen lauschten ihm alle Besucher des lebendigen Adventskalenders gebannt zu.

Alles in allem waren sich alle einig: Es war ein stimmungsvoller Nachmittag mit dem WTM. Gern wieder!