25jähriges Bestehen

Rede Michael Kranz

Ich darf sie alle ganz herzlich begrüßen, sowie ich auch alle Mitglieder, Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter herzlich begrüßen möchte, aus Anlass des 25. Geburtstages unseres Werkstatt-Treffs. Ich begrüße ganz herzlich all die, die uns immer begleitet haben, die uns geholfen haben, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Agentur für Arbeit, bei den Job-Centern, ehedem Sozialamt, Arbeitsamt, bei den Kirchen, beim Paritätischen, den Freimaurern, die uns einmal geholfen haben, bei der Politik, angefangen hier beim Bezirksrat über den Rat der Landeshauptstadt Hannover bis in die Region, bei unserem Umfeld das wir hier vor Ort haben, unseren Nachbarn. So zum Beispiel den Eheleuten Dederding, für die es heute mal eben kurz möglich war, ihren gesammelten Betrieb etwas umzulenken, so dass hier kein LKW fährt und wir den Parkplatz nutzen konnten. Das sind einfach Zeichen von super Nachbarschaft, für die wir ganz dankbar sind. Genauso, dass die Blumen, die hier stehen, uns mal eben von der Gärtnerei Hoffmann so vorbeigebracht wurden. So was mögen wir, so was brauchen wir und wir sind da immer gern zu Gegendiensten bereit. Herzlich willkommen heiße ich natürlich auch die lieben Mitarbeiter der DAA. Die DAA bringt wieder viele Stücke beim Catering hinzu. Die haben Köche gestellt. Die haben dort hinten die Bude bestückt mit Kaffee und Kuchen. All das für ein Dankeschön und dieses Dankeschön möchte ich gerne noch einmal entbieten.

Woher stammt unser Werkstatt-Treff? Unser Werkstatt-Treff ist geboren aus dem ganzheitlichen Ansatz der Sozialarbeit. So was gab es damals noch nicht, dass man gesagt hat es reicht nicht die Menschen zu versorgen. Denn Versorgung ist nicht das was der Mensch braucht, sondern das was der Mensch braucht sind sinnvolle Aufgaben und Ziele. Wir versuchen die, die nicht am Arbeitsleben teilnehmen, nicht teilhaben können, eben nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern ihnen Perspektiven aufzuzeigen, ihnen Arbeit anzubieten, Möglichkeiten zu zeigen. Dieses immer nach dem Grundsatz, dass der Mensch hier der Wichtigste ist und jeder ebenso ist wie er ist. Wir möchten jeden in seinen Fähigkeiten fördern mit Respekt. Respekt vor seiner Würde, vor seiner Persönlichkeit und auch vor seiner ganz individuellen Begabung. Das ist etwas, was uns immer getragen hat und dieses in einem realen Arbeitsfeld. Wir sind keine Werkstatt "auf der grünen Wiese", wo man eben beschäftigt wird. Das ist etwas was wir definitiv nicht wollen. Wir haben ein reales Arbeitsumfeld. Wir wollen, dass jeder sein ganz persönliches reales Erfolgserlebnis in der Arbeit hat, als auch das Misserfolgserlebnis wenn es oftmals mindestens genau so viel Wert ist. Einfach zu sehen: Wo sind meine Grenzen? Ich gehöre dazu. Zu einer Gemeinschaft hier im Werkstatt-Treff und damit auch zu der großen Gemeinschaft, die wir Gesamtgesellschaft nennen. Es geht nicht, dass wir hier einfach Menschen vergessen. Wir sind so eine kleine Erinnerungsinstitution. Natürlich kann ein Verein mit heute gut 30 Mitgliedern dieses nicht alleine schaffen. Wir haben Mitarbeiter, denen ich hier noch einmal ganz, ganz herzlich Danke sagen möchte, unseren Anleitern, unseren Sozialpädagogen, unseren Pädagogen. Insgesamt ist es in 25 Jahren Werkstatt-Treff gelungen, 10 feste Arbeitsplätze von uns selbst finanziert zu schaffen.

Unserem Ehrenvorsitzenden und Gründungsmitglied Aribert Dreer und mir ist es dann noch ein ganz großes Anliegen, unsere beiden Geschäftsführerinnen einmal hier her zu bitten und Ihnen mal ganz kurz Danke zu sagen. Meine Damen und Herren ich darf vorstellen: Astrid Schubert und Heidi Diederichs. Ich weiß, dass es euch etwas unangenehm ist, aber es war uns ein Anliegen ganz kurz Danke zu sagen. Meine Damen und Herren diese beiden Frauen sind es, die jetzt gleich wieder verschwinden wollen, die einen Maßnahmeträger mit im Schnitt 180 Maßnahmen im Jahr mal so eben wuppen. Diese Blumensträuße gelten natürlich auch den Ehemännern, die zu unserem Glück überhaupt nicht aufgeregt reagieren, wenn ihre Frauen um 21 Uhr noch nicht zuhause sind und sich auch nicht so doll wundern, dass das öfter in der Woche passiert. Auch das gehört dazu, mit unheimlich viel Elan und Power immer zu zeigen: Das Unmögliche ist unsere erste Aufgabe und danach gucken wir, was wir dann machen.

Über unseren Werkstatt-Treff gibt es natürlich viel mehr zu berichten. In 25 Jahren ist vieles geschehen. Wir haben uns gedacht, dass wir das nicht in Form einer Rede machen, sondern wir haben eine Festschrift. Diese Festschrift wird gedruckt und sie dürfte ganz furchtbar warm sein, wenn sie denn hoffentlich, sie sollte vor einer halben Stunde da sein, kommt. Ich möchte jeden bitten, sich ein Exemplar der Festschrift mitzunehmen. Wir haben da eine kleine Überraschung vorbereitet. Es wäre schön, wenn ein jeder da dann einfach mal so ein bisschen sieht was unser Werkstatt-Treff ist. Es ist keine Jubelschrift im klassischen Sinne. Uns war es wichtig, dass die zu Wort kommen, die uns ausmachen, nämlich unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Ich darf jetzt die Rednerliste eröffnen und ich freue mich riesig, dass wir so viele Beiträge haben. Ich begrüße ganz herzlich jemanden, der sich mit dem Ehrenamt auch seit vielen Jahren auskennt und sei es, dass er beim DLRG in Mardorf war, ich begrüße den Präsidenten der Region Hannover Hauke Jagau.