Neues Projekt im WTM

Im WTM wurde vor kurzem eine freiwillige Befragung der Kundinnen und Kunden in den WTM-Sozialkaufhäusern, den „Stöber-Treffs“, durchgeführt. Die Befragung lief in Verbindung mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK) in Hildesheim. Der WTM wollte herausfinden, was an den „Stöber-Treffs“, gefällt, aber besonders: was dort in Zukunft noch besser gemacht werden kann als bisher.
Ein Student des Studiengangs „Soziale Arbeit“ an der HAWK hat vor Ort mit einem vorbereiteten Fragebogen Kundinnen und Kunden gebeten, die einzelnen Fragen gemeinsam mit ihm durchzugehen. Das Interesse und die Bereitschaft an dieser für den Verein wichtigen Befragung teilzunehmen waren groß. („Vielen herzlichen Dank dafür.“) 

Die Wünsche noch besser verstehen

Die Befragung der Kundinnen und Kunden zusammen mit der HAWK zielte darauf, noch besser die Wünsche der Kundinnen und Kunden zu verstehen, u.a.: Welche Warengruppen könnten erweitert werden? Wie könnte die Präsentation der Waren verbessert werden? Wird ggf. mehr Beratung gewünscht. Wie ist, ganz grundsätzlich, das Einkaufserlebnis in den „Stöber-Treffs“? Möchten Kundinnen und Kunden über soziale Medien über Verkaufs-Aktionen informiert werden? Was könnte allgemein noch optimiert werden?
Dem WTM ist sehr daran gelegen, dass alle interessierten Menschen sehr gerne in den (vier) „Stöber-Treffs“ einkaufen. Darum bemühen sich schon jetzt alle Beschäftigten nach besten Kräften: jeden Tag. Sie schaffen mit viel Engagement ein sauberes und ansprechendes Ambiente. Der WTM möchte gerade für diejenigen, die nur (sehr) wenig Geld zur Verfügung haben, ein attraktives Angebot an möglichst hochwertigen gebrauchten Waren zu außerordentlich fairen Preisen anbieten.

Der WTM ist „sozial barrierefrei“


Viele Menschen – eigenartiger Weise gerade diejenigen, die es finanziell nötig haben, scheuen sich in ein Sozialkaufhaus zu gehen. Sie haben Angst, dort als sozial schwach abgestempelt zu werden. Dass eine solche Denkweise noch verbreitet ist, lässt sich leicht in einschlägigen Internet-Foren nachlesen. Der WTM bekennt sich ausdrücklich zur „sozialen Barrierefreiheit“. Wer sich auf der Webpräsenz die Satzungsziele des Vereins durchliest, wird erfahren, dass der Verein von Beginn an, also seit 1984, der Mildtätigkeit und dem Sozialen zutiefst verpflichtet ist.
Der WTM freut sich über alle Kundinnen und Kunden, ganz gleich, mit welchem sozialen Hintergrund und mit wie wenig Geld jemand kommt. Alle Menschen sind in den „Stöber-Treffs“ willkommen: Herzlich willkommen!

Ergebnisse der freiwilligen Kundenbefragung:


Ausnahmslos alle befragten Menschen (100%) sind mit der Präsentation der Waren und der Sauberkeit in den „Stöber-Treffs“ zufrieden. Es sind übrigens überwiegend Frauen, die dort einkaufen. Für viele von Ihnen sind die Stöber-Treffs sogar die erste Adresse, wenn sie etwas Bestimmtes suchen.
Die Qualität der angebotenen Waren wird als sehr gut eingeschätzt. Die meisten Befragten (79%) nehmen die Preise als angemessen wahr, für 16% der Befragten sind die Preise niedrig, nur 5% sind der Ansicht, dass die Preise noch niedriger sein könnten.

Der WTM will noch sichtbarer werden

Unabhängig vom Geschlecht werden die Menschen in allen Altersgruppen in erster Linie über Freunde und Bekannte auf den WTM aufmerksam. Zusätzliche direkte Werbung zu Angeboten in den Sozialkaufhäusern, z.B. per E-Mail oder per Post, wird von 80% der Befragten (viele von ihnen kommen regelmäßig) nicht gewünscht. Von den älteren Befragten gaben 96% an, dass sie weder die WTM-Webseite noch die sozialen Medien zur Informationsbeschaffung nutzen. Angeregt wurde, in den Stadtteilen mehr Hinweisschilder, Informationsplakate und Flyer aufzuhängen, bzw. auszulegen oder zu verteilen. Hier wird sich der WTM mit seinen vielsprachigen Informationsmaterialien um größere Verbreitung und mehr Sichtbarkeit bemühen.

Junge Menschen als Zielgruppe

Deutlich wurde im Laufe der Befragung, dass der WTM bei jungen Leuten, z.B. Studierenden, weniger bekannt ist. Gerade dies ist auch eine Zielgruppe, in der es viele Menschen gibt, die nur über geringe finanzielle Mittel verfügen. Deshalb erarbeitet der WTM jetzt ein Kommunikationskonzept für die sozialen Medien, das sich explizit an das jüngere Publikum richtet.
Alle Befragten zeigten sich grundsätzlich zufrieden mit den vom WTM angebotenen Waren: Möbel, Kleidung, Bücher, CDs, elektrische Geräte, Fahrräder, Hausrat. Obwohl es im Bereich Hausrat bereits ein großes Angebot gibt, wünschen sich dennoch viele der Befragten eine noch größere Auswahl an Töpfen, Pfannen und Geschirrsets und insgesamt noch mehr Waren und Platz.
Viele der Befragten haben angegeben, dass ihnen der soziale und nachhaltige Aspekt des WTM bewusst ist. Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis.