Jubelkochen
(Donnerstag, 08.05.2014)

Der Auftakt zu dem Jubiläumsmonat September bildet das Jubelkochen. An diesem Tag stellten einige Mitarbeiter des WTMs ihre Lieblingsgerichte vor. Da viele Menschen unterschiedlicher Herkunft im WTM beschäftigt sind, kamen an diesem Tag Gerichte aus unterschiedlichen Ländern auf den Tisch.

Die Geschäftsführung des WTMs Heidi Diederichs und Astrid Schubert (v. l. n. r.) eröffneten das Jubelkochen:

Gruppenfoto aller mitwirkenden Köche:

(v.l.n.r. 1. Reihe: Elke H., Marion M., Monika K. Maryna K.
2. Reihe: Margot S., Seda G., Hartmut L., Mike M., Alina K.
3. Reihe: Lind S., Torten A. Jessica S.)

(v.l.n.r. Alina K., Hartmut L. Maryna K.)

Der Aufenthaltsraum im Stöber-Treff Hainholz war an diesem Tag besonders hergerichtet. Aufgestellte Bierbänke und -tische machten das Probeesse von mehr als 50 angemeldeten Personen möglich:

 

Fejotarda

Fejotarda ist Eintopf aus schwarzen Bohnen und wird im Norden Brasiliens gegessen. Bei keinem Fest darf er fehlen! Obwohl eigentlich ein Reste-Essen, gehört er traditionell dazu. Fejo heißt Bohne. Und Bohnen wachsen in Brasilien überall. Marion M. arbeitet als Sozialpädagogin im WTM und bringt immer mal Gebäck für Mitarbeiter und Kollegen mit. Sie hat Fejotarda kennen gelernt, als sie ihre brasilianischen Freunde besucht hat.


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Blintschiki

Blintschiki, das sind hübsche kleine Blinis. Und das wiederum sind Pfannkuchen, wie sie in Russland gebacken werden. Blintschiki sind unglaublich beliebt, weil sie einfach zu jeder Mahlzeit passen! Sie werden hauchdünn in einer mit Öl ausgestrichenen Pfanne gebacken und heiß mit zerlassener Butter bestrichen. Man isst sie heiß. Jeder kann sie nach seinem Geschmack füllen. Beispielsweise schmecken sie herrlich, wenn man sie zusammen gerollt in Marmelade oder Honig tunkt. Sie schmecken aber auch ausgezeichnet mit Fleisch und Zwiebel oder mit Kaviar und Buchweizen oder einfach mit saurer Sahne gefüllt. Bei vielen sind sie ein typisches Faschingsessen. Davon wird jeder satt!



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Alina K. stammt aus Nowosibirsk (Russland) und hat schon als Kind genauso gerne Blintschiki gegessen, wie später ihre Kinder. Jetzt arbeitet sie als Sozialpädagogin im WTM.

Käsekuchen

Mike M. hat Käsekuchen mitgebracht. Es ist sein Lieblingskuchen zum Nachmittagskaffee. Das Rezept hat er sich im Internet gesucht, als er sich nach seinem Einzug in seine neue Wohnung vor einem Jahr im WTM einen Elektroherd gekauft hatte. Dieser hat eine Backröhre und Mike wollte endlich auch mal selber Kuchen backen. Sonst kocht und bäckt er als Mitarbeiter in der Kantine für seine Kollegen.



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Mike ist in Hannover geboren und liebt Kuchen. Das Rezept klang gut, war einfach und der Versuch hat auf Anhieb geklappt! Der Kuchen schmeckt sehr gut! Wenn er seine Mutter besucht, bäckt er ihr jetzt ab und zu einen Käsekuchen. Sie hat ihn gelobt und gesagt: Dieser Kuchen schmeckt besonders lecker! Und das nicht nur, weil Mike den Kuchen noch mit Mandarinen oder Kirschen verfeinert!

Tiramisu

Torsten arbeitet im Büro und er hasst backen. Erst recht hat er keine Lust Desserts oder Süßspeisen zu machen, denn er sagt: „da muss man ganz genau arbeiten, abwiegen ist schrecklich“. Aber Tiramisu geht ganz leicht. Nur den Zucker sollte man abwiegen, damit es zum Schluss nicht zu süß wird.



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Torsten brauchte vor ein paar Jahren ein Dessert, als seine Schwiegermutter sich zu Weihnachten angesagt hatte. Eine italienische Freundin hat ihm dafür das Rezept aufgeschrieben. Am Ende hat sie geschrieben: „Espresso/Kaffee erst abkühlen lassen, sonst verbrennst du dir beim Eintauchen des Biskuits die Finger!“ Er hat dann festgestellt, dass Tiramisu viel leichter zuzubereiten ist, als immer behauptet wird. Und es schmeckt nicht nur als Dessert zum deutschen Weihnachtsessen!

Zucchini

Indien ist so weit weg von Europa, dass viele Menschen nur eine sehr vage Vorstellung von diesem Land haben. Zucchini auf indische Art sind eine Spezialität aus Nordindien. Dort isst man dieses Gericht entweder mittags oder abends, denn man isst dort sowohl mittags als auch abends warm. Dafür gibt es vor allem Gemüse. Fleisch wird eher selten gegessen.



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Margot S. arbeitet im WTM im Bereich Alltagsbegleitung. Ihr Mann ist Inder, und er kocht in der Woche, wenn Margot arbeitet. Am Wochenende kocht Margot. Und es gibt viel häufiger indisches Essen als deutsches, denn sie findet es einfach gesünder als die deutsche Küche. Das Essen wird auf geteilten Tellern angerichtet: In die Mitte kommt Fladenbrot, das mit Salat verziert wird. Drumherum werden die verschiedenen Gerichte angeordnet.  

WTM-Keks

Was ist ein deutsches Kaffeetrinken ohne Kekse? Das geht überhaupt nicht! Deshalb hat Linda S. geboren in Hannover Kekse gebacken, nach gutem altem deutschem Rezept. Und die sind richtig schnell zuzubereiten: 10 Minuten Vorbereitung, 10 Minuten ruhen im Kühlschrank (in dieser Zeit füllt Linda den Geschirrspüler) Und dann 2 Stunden zum Ausstechen und Backen. Am besten vormittags backen und nachmittags essen, mit Mutter, Ehemann Jürgen oder Kollegen. Das macht allen Freude und ist so simpel! Lecker – lecker – lecker! Übrigens: den WTM-Stempel hat die Holzwerkstatt hergestellt.



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Und wegen der Sicherheit bleiben die Kekse eine Rarität im WTM: Linde arbeitet in der Helmkestraße 20, und dort kann wegen der zu geringen Raumhöhe in der Kantine kein Backofen aufgestellt werden....  

Monkey braed

Monkey braed wird in Michigan gebacken. Das ist einer der nordöstlichen amerikanischen Bundesstaaten. Aber alles, was es dort gibt, stammt ja vielleicht ursprünglich aus Europa. Unsere Sozialpädagogin Jessica S. hat es jedenfalls in der Nähe von Grand Rapids kennen gelernt. Das ist eine der größten Städte da. Sie war zu Besuch in einem sehr christlichen Haushalt mit vielen Kindern. Die mussten alle satt werden. Monkey bread gab es als Kuchen oder als Nachspeise zum warmen Abendessen. Es macht sehr satt, macht viel Arbeit, ist aber preiswert. Dazu wird Fanta getrunken oder Sprite, oder Coca Cola, seltener Kaffee oder Kakao.



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Übrigens: Der Name ist weit weniger appetitlich. Es heißt so, weil die einzeln geformten Würfel aussehen, wie das, was die Affen von sich geben.  

Börek

Seda G. stammt aus der Türkei und ist im WTM im Bereich Hauswirtschaft tätig. Sie hat ihren Kollegen bereits häufiger Kostproben aus der türkischen Küche mitgebracht.



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Börek ist eine typisch türkische Vorspeise, die zu jedem Essen einfach dazu gehört, egal ob in der Großstadt oder auf dem Land. Seda hat zwei verschiedene Arten mitgebracht: Für Zigaretten-Börek werden fertig gekaufte Teigblätter gefüllt, aufgerollt und gebacken; für Kartoffel-Börek wird ein Kartoffelteig aus vielen einzelnen Zutaten hergestellt.      

Matjes im Pelzmantel

Matjes kennt jeder in Norddeutschland – aber Matjes im Pelzmantel ist eine vollkommen neue Variante, die Maryna K. aus ihrer Heimat, der Ukraine vorstellt.  Als Schichtsalat mit viel Gemüse und Sahne ist er ein Hingucker bei jedem Buffet. Er gilt seit Jahrzehnten oder vielleicht auch schon viel länger auch in Russland als preisgünstige kalte Vorspeise zum Festmenü (Fleisch war früher immer teurer) und erfordert eine zeitaufwendige Vorbereitung.



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Maryna ist heute Anleiterin in der Buchhaltung. Sie kennt dieses Gericht seit ihrer Kindheit aus der Familie. Sie hat festgestellt, dass es viel schneller aufgegessen als hergestellt war. Die dazugehörige Dekoration bestand aus einem Brotkörbchen, das ein Haus mit einer glücklichen Familie darstellt. Abgebildet ist ein Hufeisen als Glücksbringer und eine Getreideähre zum Zeichen für ausreichend Essen. Es dient als Schutz für Haus, Hof und Familie zur Abwehr alles Bösen.  

Käsekuchen

Wer fleißig arbeitet, der isst auch gerne und mit viel Appetit. Dem tragen die Mitarbeiter unserer Kantine gern Rechnung: Monika K. bäckt gern Käsekuchen und alle Mitarbeiter freuen sich. Das Backen ist für sie nicht Arbeit, sondern Freude.



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Zuhause würde sie keinen Kuchen backen, da ist sie alleine und alleine hat sie keine Freude daran. Wenn sie aber von allen Lob für den herrlichen Kuchen bekommt, dann hat sie gleich am nächsten Tag wieder Lust dazu. Und alle bestätigen: Wenn Monika bäckt, dann ist der Kuchen ganz schnell weg.      

Maultaschen

Baden-Württemberg ist im Süden Deutschlands. Elke H. stammt von dort und hat uns dieses Rezept von ihrer Mutter und Großmutter mitgebracht. Maultaschen isst man dort mittags oder abends entweder als Hauptspeise oder als Vorspeise. Sie machen sehr viel Arbeit, obwohl man durchaus den Teig fertig kaufen kann.



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Elke ist als Anleiterin im Büro für die Koordinierung und Planung der Aufträge verantwortlich. Und hätte sie nicht aus Süddeutschland ihre Fröhlichkeit mitgebracht, dann wäre die Arbeit hier nicht halb so lustig. Sie hätte sich dann wohl auch kaum so viel Arbeit für ihre Kollegen gemacht!  

Antipasti

Der Küchenchef Peter empfiehlt heute italienisches Antipasti. Er war 12 Jahre im Deutschen Tennisverein als Leiter der Restaurantküche tätig und verantwortlich für kalte und warme Buffets. Sein Chef war damals ein Halbitaliener, der ihm nicht nur vom italienischen Essen vorgeschwärmt, sondern ihm auch viel davon beigebracht hat.



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Und zu den vielen hier angebotenen warmen Haupt- und Vorspeisen fehlt nach seiner Erfahrung noch ein bisschen italienische Vorspeise.  

Tabule/Leli Liban

Astrid B. hat fast 4 Jahre bei der Familie ihres Mannes im Libanon gelebt. Dort hat sie natürlich viel von der libanesischen Lebensweise kennen gelernt. Und dazu gehört natürlich das Essen. Tabule ist ein Petersiliensalat, der zu jeder Tageszeit passt und sowohl als Hauptspeise als auch als Beilage oder Vorspeise gereicht werden kann. Er ist ein landestypisches Gericht, ebenso wie Leili Liban als Nachspeise. Letzteres wir z.B. auch zu Ramadan gegessen. Dieses Rezept stammt aus Beirut und schmeckt besonders gut zum typisch starken arabischen Kaffee.


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Pakora Puffer

Tahira A. stammt aus Persien. Sie arbeitet im WTM im Bereich Hauswirtschaft. 5-farbigen Reis hat sie für uns zubereitet und sie sagt „Könige machen dieses Essen!“ Es ist eine Süßspeise, herrlich süß! Und die gibt es als Dessert. Vorher empfiehlt sie Pakora-Puffer. Die machen viel, viel Arbeit, schmecken aber einfach herrlich. Tahira A. hat sich für diesen Anlass die Hände mit Henna verziert. Sie sagt, die Farbe bleibt mehrere Wochen erhalten:



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Nach Eröffnung der Veranstaltung ging das „Jubelessen“ los, jeder wollte von allen Gerichten etwas kosten:



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Ingo arbeitet schon lange im WTM. Jetzt ist er Mitarbeiter im Bereich soziale Medien. Er kocht gern in Gesellschaft, nur nicht allein. Früher hat er viel zusammen mit seinem Schwager gekocht und dazu ein paar Flaschen geleert. Das aufwendigste war immer die Weihnachtsgans. Aber wenn die dann gan(s)z gut gelungen war, dann hatte sich der Aufwand schließlich gelohnt. Und es hat dann auch richtig gut geschmeckt. Heute hat er nicht gekocht, aber gegessen, Probe gegessen. Denn schließlich muss ja immer jemand gerne essen, was mit Liebe, Freude, Begeisterung gekocht und zubereitet wird. Alles hier hat hervorragend geschmeckt! Viel besser, als das Fertigessen, das er sonst meist für sich allein ganz fix zubereitet. Und jede Menge Anregungen hat er mitgenommen.